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Vom 27. Juli bis 5. August fand in Apatity und Murmansk das Vostok-Forum statt, bei welchem ich in der Arbeitsgruppe solidarian economies teilnahm. Die wichtigsten Fragen waren: Ist Solidarische Ökonomie eine Alternative oder ein Komplement zum jetzigen System? Wir kann Theorie in Praxis überführt werden? Ist Solidarische Ökonomie ein gesamtgesellschaftlicher Transformationsprozess? Wie kann Arbeit besser/gerechter/fairer verteil werden? Diese Fragen erforderten auch Diskussionen über Solidarität, Fairness, (R)Evolution, Hierarchien, etc. Währenddessen blieb es aber nicht nur bei theoretischen Betrachtungen – es wurden zahlreiche praktische Beispiele zur Erörterung herangezogen. Am ersten Arbeitstag näherten wir uns dem Thema eher theoretisch und erstellten einen Fragen- bzw. Zielkatalog. Am zweiten Tag betrachteten wir praktische Beispiele und deren Ursachen für Erfolg oder Scheitern. Ab dem dritten Tag beschäftigten wir uns verstärkt mit den Möglichkeiten und Hindernissen der Umsetzung von Projekten im eigenen Umfeld. Anschließend wurden noch artverwandte Themen wie „bedingungsloses Grundeinkommen“ und offen gebliebene Punkte unseres Fragen- bzw. Zielkatalog besprochen, sodass am Ende alles bearbeitet wurde und niemand unbefriedigt blieb. Ebenfalls erhellend waren die vermittelten Ergebnisse und Zusammenfassungen der anderen Arbeitsgruppen gender und education/publishing. Leider kam ich nicht dazu mich tiefer mit diesen Themen zu befassen, da ich stark in der AG solidarian economies eingebunden war.

Neben der inhaltlichen Bereicherung und dem Gewinnen neuer Erkenntnisse freue ich mich sehr über neue Freunde und Kontakte in den osteuropäischen Ländern. Es gab auch außerhalb der Arbeitszeiten viele gemeinsame Aktionen und Gespräche zu verschiedensten Themen, woraus sich netzwerkartige Strukturen bildeten. Des weiteren waren die Einblicke in das Leben der Menschen auf der Kola-Halbinsel hochinteressant. Vor allem der Besuch des Kola Science Centre und dem Institut zur Besiedlung der Region und dem Volk der Samen war aufschlussreich. Auch die Natur der Kola-Halbinsel sowie der Polartag waren äußerst interessante Nebeneindrücke. Weniger erfreulich waren allerdings die Umweltverschmutzung durch den Abbau und die Verhüttung von Nickel und anderen Schwermetallen sowie die mit der Atomenergie verbundenen Probleme.

Das Vostok-Forum 2011 war insgesamt eine sehr interessante und bereichernde Erfahrung für mich. Ich lernte neue Arbeitsmethoden kennen, fand die Bedeutung von Humor als Methode zur internationalen Verständigung und Zusammenarbeit erneut bestätigt und schätze die Arbeit der Organisator_innen sowie die Auswirkungen des Vostok-Forums als hocheffizient ein. Ich würde jederzeit gerne wieder daran teilnehmen und kann es nur empfehlen.

Ort in Erfurt ist das Jugendbüro „filler“ in der Schillerstr. 44.
Zeitraum: 10 – 16 Uhr
Wer sich anmeldet wird liebst begrüßt.

Im Herbst starten wir unser Fotoprojekt!

Dazu suchen wir weltweit interessierte Jugendliche und junge Menschen. Näheres zum Projekt findet ihr unter: http://zusammenymisturados.wordpress.com/international-photography-project-2011

Das Jugendbildungsnetzwerk bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung solidarisiert sich mit dem Bündnis ‘Dresden nazifrei’ und dem Roten Baum e.V.

Die gewaltsame und rechtswidrige Stürmung des „Haus der Begegnung“ in Dresden und des Jugendhauses des Jugendvereins „Roter Baum“ e.V. durch das LKA Sachsen am 19.02.2011 ist ein Hinweis darauf, dass gezielt die Strukturen eines gegen Menschenfeindlichkeit agierenden Bündnisses im Visier staatlichen Zugriffs sind. Es ist ein Bündnis betroffen, das eine gemeinsame Klammer im Protest und seiner Umsetzung gefunden hat und erfolgreich gegen Neonazismus aktiv werden konnte. Dieser gewachsene Zusammenhang ist nun staatlicher und politischer Repression ausgesetzt, wie auch das Vorgehen der CDU-Stadtratsfraktion in Dresden zeigt.

„Skandalös werden die polizeilichen Maßnahmen, wenn man sie im Lichte des staatlichen Vorgehens an anderen Orten sozialer und politischer Protestbewegungen (Stuttgart, Wendland, Lubmin) betrachtet. Dresden erscheint als nur ein Vorfall in einer Reihe von Ereignissen, bei denen oppositionell agierende, kritisch engagierte Kräfte in der Bevölkerung massiv kriminalisiert, diffamiert sowie in ihren Grundrechten missachtet und verletzt werden.“ meint Marit Baarck, Koordinatorin des Jugendbildungsnetzwerkes.

Der Rote Baum e.V. ist Träger im Jugendbildungsnetzwerk, arbeitet als Jugendeinrichtung und in der politischen Bildungsarbeit. Dass sich die CDU-Stadtratsfraktion die Situation als Rufmordkampagne zu eigen macht und die anerkannte Arbeit des Vereins zerstören will, ist nicht hinnehmbar.

Als Jugendbildungsnetzwerk solidarisieren wir uns mit den betroffenen Menschen, dem Roten Baum e.V. und dem Bündnis ‘Dresden nazifrei’ und unterstützen ihre Kritik und ihren Protest.

Wir fordern neue Formen der demokratischen Kontrolle polizeilicher Maßnahmen zum Schutze der Menschen- und Grundrechte sowie von friedlichen Protesten und zivilem Ungehorsam.

Aggressives, unverhältnismäßiges und rechtswidriges Handeln staatlicher Vollzugsorgane muss aber auch persönliche und politische Konsequenzen haben. Polizeiliche Maßnahmen dürfen nicht der demokratische Kontrolle und grundrechtlichen Voraussetzungen entgleiten.

Über das Netzwerk:

http://www.rosalux.de/politische-bildung/specials/jugendbildung/jubi-netzwerk.html

 

Hier der Jahresbericht von Zym e.V.:
ZymJahresbericht 2010

Falls Fragen noch offen sind, wendet euch einfach an uns.

 

 

 

 

 

Am gestrigen Mittwoch fand in Hamburg der letzte Vortrag zum Thema „Graffiti in Rio de Janeiro – kreativer Widerstand aus den Favelas?“ statt.

Rückblickend können die Veranstaltungen seit August als Erfolg gewertet werden, da die verfolgten inhaltlichen Ziele – die kritische Vermittlung von und Sensibilisierung für politisch-kulturelle Aktionsformen in Marginalvierteln Lateinamerikas am Beispiel der Graffitikultur Rio de Janeiros – erreicht werden konnten.

Außerdem gelang es, ein recht gemischtes Publikum (politische / kulturelle AktivistInnen, LateinamerikafreundInnen, ErzieherInnen, NGO-Szene, Graffitiszene) für die Veranstaltungen zu gewinnen, was angeregte Diskussionen mit unterschiedlichsten Perspektiven ermöglichte.

Durch die Vortragsreihe konnte die Arbeit von Zusammen y Misturados e.V. in verschiedenen Städten und Szenen bekannt gemacht werden und es ist davon auszugehen, dass sich aufgrund der geknüpften Kontakte zu den veranstaltenden Einrichtungen und Gruppen weitere fruchtbare Kooperationen ergeben werden.

Tausend Dank an die vielen beteiligten OrganisatorInnen und HelferInnen in nah und fern, an alle WGs mit Ihren Sofas für die tolle Gastfreundschaft und die interessanten Momente – und noch einmal ein Dankeschön an das Jugendbildungsnetzwerk der Rosa-Luxemburg-Stiftung für die Unterstützung!

Weitere Veranstaltungen sind auf Anfrage jederzeit möglich.

Der ZyM e.V. unterstützt derzeit das kollektiv orangotango beim Vertrieb des vom Kollektiv herausgegebenen Sammelbandes „Solidarische Räume & kooperative Perspektiven. Praxis und Theorie in Lateinamerika und Europa“. Nähere Informationen zum Buch und zum Kollektiv findet ihr unter www.orangotango.info .

Aus den Favelas schwappen frische Farben durch die berühmt-berüchtigte Millionenstadt!

Rio de Janeiro ist von einer starken sozialräumlichen Fragmentierung und enormen sozio-ökonomischen Polarisierung gekennzeichnet ist. In den letzten Jahren entstanden in den Marginalvierteln der Stadt jedoch eine Vielzahl von kulturellen Ausdrucksformen, mit deren Hilfe sich die BewohnerInnen gegen die Stigmatisierung und Ausgrenzung auflehnen und zu neuem Selbstbewusstsein gelangen konnten. Im Fokus der Vortragsreihe stehen die Interventionen der grafiteiros in den Favelas von Rio und ihr Beitrag zum „Aufstehen der Kultur von unten“.


  • Inwiefern handelt es sich bei den Graffiti und Pixações um politisch-kulturellen Widerstand in der sozialräumlich fragmentierten Stadt?
  • Welchen Beitrag zur Politisierung und informellen Bildung kann die Verknüpfung von Graffiti und Sozialarbeit bieten?
  • Und mit welchen Formen politischer und kommerzieller Vereinnahmung sehen sich die Grafiteiros konfrontiert?
  • Welche Parallelen lassen sich im Umgang mit Graffiti in Deutschland und Brasilien finden und wie können die in Rio de Janeiro erprobten Konzepte hiesige kulturell-politische Arbeit inspirieren?

Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen berichtet Matze Jung in einem multimedialen Vortrag von seinem anderthalbjährigen Aufenthalt als Sozialgeograph und Sprüher in Rio de Janeiro.

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Ort / Datum:

Leipzig, Similde: Di. 10. Aug. 2010, 20:30 Uhr (ab 20:00 Uhr VoKü) (rls)

Erfurt, Filler: Do. 12. Aug. 2010 19.30 Uhr (in Kooperation mit BiKo) (rls)

Köln, Alte Feuerwache: Sa. 21. Aug. 2010, 18:00 Uhr (in Kooperation mit CASANOVA + Graffiti Jam ab 14:00 Uhr) (rls)

Stuttgart, Waggons am Nordbahnhof: Sa. 04. Sept. 2010, 20:00 Uhr (rls)

Rostock, Peter-Weiss Haus: Do. 09. Sept. 2010, 19.30 Uhr (rls)

Berlin, Archiv der Jugendkulturen e.V.: Di. 14. Sept. 2010, 19:00 Uhr (ab 16:30 Uhr Graffiti-Stadtrundgang, siehe www.jugendkulturen.de) (rls)

Dresden, Koloni: Do. 16. Sept. 2010, 20:00 Uhr (rls)

Kassel, Willi-Seidel-Haus: Fr. 24. Sept. 2010, 18:00 Uhr (rls)

Berlin, Alice Salomon Fachhochschule: Mo. 11. Okt. 2010, 11:00 Uhr

Emden, Fachhochschule: Mi. 20. Okt. 2010, 14:00 Uhr (+ Graffitiworkshop) – Teilnahme nur nach Absprache

Wien, Kultursalon im WUK: Fr. 22. Okt. 2010, 20 Uhr – Infos: www.ausarten.at

Innsbruck, Tortenfabrik: 27. Okt. 2010, 20:00 Uhr - Infos: www.tortenwerkstatt.net

Innsbruck, Tortenfabrik: 28. Okt. 2010, 13:00-17:00 Uhr: Graffiti-Workshop – Infos und Anmeldung: www.tortenwerkstatt.net

Tübingen, Epplehaus: Do. 04. Nov. 2010, 19:00 Uhr (rls)

Wiesbaden, Zentrum für urbane Kultur: Do. 11.Nov. 2010, 20:00 Uhr – Infos: http://graffitinwx.com/GraffHaus/?p=243

Hamburg, Linker Laden, Kleiner Schäferkamp 46: Mi. 8.Dez.2010, 21:00 Uhr (rls)

Berlin, Vandal Café im Wendel Café: ?? – Infos: www.verunstaltungsreihe.wordpress.com (*)

Frankfurt a.M., IVI (Institut für vergleichende Irrelevanz): ?? (*)

Freiburg, KTS: ?? (*)

Weitere Veranstaltungen sind jederzeit auf Anfrage möglich.


(*) Bitte Ankündigungen hier auf www.zusammenymisturados.net beachten!

(rls) Diese Veranstaltungen werden finanziell unterstützt durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung.

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Teilnahmebedingungen: keine Teilnahmegebühr, keine Anmeldung erforderlich

Referent: Matze Jung (ZyM e.V.; Kollektiv Orangotango; Archiv der Jugendkulturen e.V.)

Kontakt: matze@orangotango.info

Demnächst wird ein kollektiver Prozess in die Wege geleitet, um binnen der nächsten drei Wochen zu einem publikationsfähigen Beitrag des CBB (da ZyM das alleine wohl nicht schafft?!?) für unser Buch über Solidarität und Kooperation zu kommen. Javier Taks bereitet etwas vor – bitte arbeitet mit!

Den Flyer zum Buch findet ihr übrigen hier: http://solikoop.wordpress.com

Der Workshop „Solidarische Ökonomie? Wirtschaft geht auch anders!“ am 20. Mai 2010 in Erfurt (BiKo) war recht gut besucht und alle Altersgruppen zwischen 16 und 60+ waren vertreten. Scheinbar gibt es ein generationsübergreifendes Interesse an alternativen Wirtschaftsformen, das nicht allein auf die derzeitige Krise, sondern ebenso auf die inneren Wünsche und Bedürfnisse der Menschen zu jeder Zeit und an jedem Ort zurückzuführen ist. Dementsprechend stellte ich eher die zugrunde liegenden Axiome in den Mittelpunkt des Vortrags und der anschließenden Diskussion. Hier die Folien im pdf-Format

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